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Gerechtigkeit für Amir Locke!

Internationalistische, Antifaschistische, Antikapitalistische und Antiimperialistische Jugendgruppe aus Hamburg

Gerechtigkeit für Amir Locke!

Nachdem 2020, durch die Ermordung von George Floyd, Blacklivesmatter eine große mediale Präsenz hatte und auch auf Social Media breit vertreten war, hörten wir Anfang 2021 bereits nur noch vereinzelte Aufschreie wie „Black lives still matter”. Dies war die Reaktion auf die abnehmende mediale Vertretung des Rassismus-Problems. Wie bereits vorherzusehen war, ist diese Abnahme nun, fast zwei Jahre später, noch weiter voran geschritten. Während über George Floyd unzählige Instagram-Stories geteilt wurden und der strukturelle Rassismus nach wie vor auf die gleiche Weise wie noch vor 2 Jahren besteht, fällt der gesellschaftliche Aufschrei zu dem kürzlichen Mord an Amir Locke viel zu gering aus. Die erhoffte Veränderung des Systems aus dem neuen erstarken der BLM-Bewegung bleibt aus. Um der fehlende Medien-Präsenz zum Fall Amir Lock entgegen zu wirken posten wir deswegen den Redebeitrag zu ihm, die wir auf der spontanen Demo am 10.02 hielten:

2. Februar, 7 Uhr Morgens, Minneapolis:

Am 2. Februar hat die US Amerikanische Polizei schon wieder einen Schwarzen auf brutale Weise ermordet. Eine Einheit des SWAT (zu vergleichen mit den SEK Einheiten in Deutschland) stürmte die Wohnung des 22. Jährigen, der dort zusammen mit seinem Cousin lebte. Dieser war verdächtigt einen Todschlag gegangen zu haben. Anstatt Mekhi Speed, den Cousin, aufzutreffen, traf die Einheit auf Amir Locke. Locke wurde in dieser Nacht getötet! Mark Henneman, war Teil der Einheit und erschoss Amir Locke kurz nach dem eindringen in die Wohnung (9 Sekunden später), anscheinend, weil dieser mit einer Waffe auf die Beamten zielte. Henneman schoss ihm zwei Mal in die Brust und einmal ins Handgelenk! Die „No-Knock“ Rechte, der Bullen, wurden in der Vergangenheit bereits scharf kritisiert. Diese bevollmächtigen Bullen ohne Klopfen, Klingel oder anderweitige Signale in Gebäude einzudringen. Nicht nur in diesem Fall hat das Vorgehen brutale Konsequnzen. Auch Breonna Taylor wurde, mit Hilfe dieser Methode, ermordet. Sowohl bei ihr als auch bei Amir Locke waren sie nicht einmal beschuldigte in einem Strafverfahren, oder Kriminelle, die verhaftet werden mussten.

Beide starben, weil das System strukturell rassistisch ist und Schwarze durch Stereotypen immer noch diskriminiert werden! Der Kapitalismus fördert rassistische Gewalt und Entrechtung- egal ob ökologisch, psychisch oder körperlich. Rassismus wird durch den Staat, egal ob in den USA oder in Deutschland organisiert. Schwarze und Migrant:innen werden vom System ausgesiebt! So hat auch der Fall Amir Locke in Deutschland kaum Beachtung gefunden.

Wir fordern Gerechtigkeit für Amir Locke! Wir sind solidarisch mit all denen, die in dieser Gesellschaft von ganz unten Kämpfen müssen! Wir kämpfen Seite an Seite mit allen internationalen Freiheitskämpfen und Unterdrückten gegen Rassismus und Repression! Hoch die Internationale Solidarität- sie ist unsere Waffe!