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Unser 1. Mai Kampagnentext

Internationalistische, Antifaschistische, Antikapitalistische und Antiimperialistische Jugendgruppe aus Hamburg

Unser 1. Mai Kampagnentext

 Wenn man bei Google „1. Mai Hamburg“ in die Suchleiste eingibt erhält man folgende Suchergebnisse: „Revolutionäre 1. Mai-Demonstrationen auf die Straßen gegangen. Böller, Steine und Flaschen flogen.“ oder „Wie die Gewalt eskaliert ,1. Mai in Hamburg- Demo, Randale, Ausschreitung“. Was bei den Artikeln der etablierten, bürgerlichen Presse aber nie erklärt wird ist warum linke Demonstrant*innen am 1. Mai überhaupt auf die Straße gehen. Weshalb der 1. Mai so ein wichtig Tag für uns ist. Die bürgerliche Presse kriminalisiert die Demonstrationen am 1.Mai, da aus den Artikeln ausschließlich hervor geht, dass es den Demonstrierenden einzig und allein um Randale und Krawalle geht. 

Aber im Gegenteil, die Geschichte des ersten Mais wird geprägt durch Streiks und Protesten der Arbeiter*innenbewegung für besser Arbeitsbedingungen. Wie die Presse schon intensiv ausgeschlachtet hat, kommt es bei den 1. Mai Demonstrationen oft zu Randale. Diese Ausschreitungen sind zum einen eine Reaktion auf die Angriffe der Bullen, die mit aller Macht jede Spur von Solidarität und Kampfgeist im Keim ersticken wollen und zum anderen auch der Wut geschuldet, die Arbeiter*innen in sich tragen, aufgrund der Probleme die ihnen durch die Arbeit und die Lebensrealitäten aufgehalst werden. Es ist eine verständliche Art mit der ständigen Belastung und Ungerechtigkeit umzugehen. 

Mittlerweile ist der 1. Mai in vielen Ländern Europas als Feiertag im Kalender eingetragen. Im Laufe der Zeit ist aus dem 1. Mai ein Tag geworden an dem alle Menschen frei bekommen, sich entspannen und ihre harte Arbeit feiern können. 

Doch für uns gibt es nichts zu feiern, denn schon lange wird von Kapitalistinnen und Reichen totgeschwiegen, dass der 1. Mai ein Kampftag von den Arbeiter*innen war und auch immernoch ist. Kapitalistinnen sind die Menschen die durch Ressourcen und Produktionsmittel über soziale, politische und ökonomische Macht verfügen. Arbeiter*innen hingegen müssen arbeiten gehen, um Geld zu verdienen und somit zu überleben – sie sind also Lohnabhängig. Um die Zustände am Arbeitsplatz und Aufteilung der Gesellschaft zu verändern sind schon im 19. Jahrhundert Arbeiter*innen auf die Straße gegangen. 

Einst ein internationaler Kampftag gegen Ausbeutung und Unterdrückung, wurde der 1. Mai zum Anlass genau dies zu bewerben. Die Geschichte des Tages der Arbeiter*innenbewegung ist heute bei einigen im Unterbewusstsein vergraben! Arbeiter*innen werden von den Finanzhyänen manipuliert, ihre Ausbeutung mit Sätzen wie „Du bist deines Glückes Schmied“ gerechtfertigt. Dass dieser Satz absolut realitätsfern ist, sollte jedem*r klar sein, der/die sich nur im mindesten mit deutscher Sozialpolitik auseinandergesetzt hat. Der Kapitalismus hat dazu geführt, dass unsere Arbeit Gut des Materialismus der westlichen Kultur wurde. Solange einige wenige Industriekapitäne über die Gesamtheit der Ressourcen und Produktionsmittel verfügen und somit über das Schicksal aller Anderen entscheiden können, kann es keine soziale Gleichheit geben. Der Kampf um Geld und Macht spielt sich lediglich zwischen den Besitzenden und Profitmachenden ab. Dabei fällt der Großteil der Gesellschaft hinten über – und zwar all diejenigen, die abhängig von ihrem Lohn und somit von Krisen umgeben sind. 

Patriarchale Gewalt, Rassismus, Verdrängung, Unsichtbarmachung der Krise- Nur einige Beispiele für die entmenschlichende Politik des Staates und aller, die die Ausbeutung der Arbeiter*innen als Machtspielzeug für ihren eigenen Erfolg nutzen. 

Um die Gründe der Proteste am 1. Mai zu erklären und die Kriminalisierungsversuchen der bürgerlichen Presse in den Schatten zu stellen, wollen wir mit Aufklärungskampagnen dagegen steuern. Viele von uns sind ratlos, wissen nicht wo sie anfangen sollen, oder ob sie überhaupt etwas ändern können. Deswegen veranstalten wir, mit verschiedenen Gruppen mehrere Kundgebungen wo wir der Bevölkerung den 1. Mai näher bringen und erklären wollen wogegen bzw. wofür wir an diesem Tag mit ihnen kämpfen. Kommt zu unseren Kundgebungen, holt eure Arbeitskolleg*innen am 1. Mai mit auf die Straße und zeigt den Unterdrückern, dass ihr genug von ihnen habt! Steht auf gegen das räuberische System, dass durch reaktionäre Geldsäcke finanziert und gefördert wird. Wir lassen uns nicht verscheuchen und gehen deswegen auch dieses Jahr wieder auf die Straße! Heraus zum 1. Mai – Ihre Krise hat System!