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Queerfeministen vs. revolutionärer Feminismus

Internationalistische, Antifaschistische, Antikapitalistische und Antiimperialistische Jugendgruppe aus Hamburg

Queerfeministen vs. revolutionärer Feminismus

Was ist Queerfeminismus? Queerfeminismus bezeichnet eine feministische Strömung, die in den 1990er Jahren entstanden ist und welche sich auf feministischen Theorien und Queer Studies bezieht. Ausmachend für die Strömung ist dabei die Einbeziehung aller, durch das Patriarchat unterdrückten, Geschlechter, also nicht nur die Unterdrückung der Frau. Die Zentrale These ist demnach, dass das Gender grundlegend für das Verständnis der gesamten Gesellschaft ist, also sowohl staatliche Politik, als auch kulturelle Formen beeinflusst. Wir kritisieren, dass die Bewegung ihre radikalen, antikapitalistischen sowie revolutionären Ansprüche verloren hat und sich in ihrer Identitätspolitik beschränkt. Eine gesamtgesellschaftliche Analyse steht somit zweitrangig und Klassenkampf bleibt unbeachtet gegenüber dem kulturellen Kampf gegen das Patriarchat. Aus diesen Gründen bezeichnen wir uns selber nicht als queerfeministisch.

Was ist revolutionärer Feminismus?

Revolutionärer Feminismus unterscheidet sich im wesentlichen vom queerem und liberalem Feminismus darin, dass das Hauptziel des revolutionären Feminismus die kommunistische Revolution ist, in der das Patriarchat und mit all seiner Unterdrückung, zwangsläufig zerschlagen wird. Selbstverständlich werden besonders die vom Patriarchat Unterdrückten, der Arbeiterklasse, mit diesem revolutionären, feministischen Kampf angesprochen, da sie, im Gegensatz zu den Betroffenen der Bourgeoise, auf zwei Ebenen unterdrückt wird.

Sie leiden direkt unter der Unterdrückung des Kapitalismus und werden zusätzlich kollektiv in der männerdominierten Gesellschaft minderwertig behandelt. Unterdrückungsmechanismen sind so tief in der Gesellschaft verankert, dass sie ohne einen bewussten Kampf auch weiter bestehen werden. Diese zu benennen und auf individueller, gesellschaftlicher und institutioneller Ebene zu bekämpfen sollte immer mitgedacht werden, sowohl um dem Kapitalismus eines seiner Standbeine zu nehmen, als auch um Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit für alle Menschen zu schaffen. Patriarchales Gedankengut macht dabei nicht vor unseren eigenen Köpfen halt und muss auch dort konsequent bekämpft werden.

Wir müssen uns also ständig selber reflektieren! Die Aufgabe eines/einer jede*n Revolutionär:in muss die stetige Weiterbildung in allen Themen sein! Das Thema Feminismus darf aber auch nicht bei Bildung stehen bleiben, sondern muss konsequent und zielstrebig umgesetzt werden, sowie zu jeder Zeit auf die kommunistische Revolution hinarbeiten, in der die Gleichberechtigung aller Geschlechter eine Selbstverständlichkeit sein wird.

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