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Was ist Kapitalismus in unseren Augen?

Internationalistische, Antifaschistische, Antikapitalistische und Antiimperialistische Jugendgruppe aus Hamburg

Was ist Kapitalismus in unseren Augen?

Wir leben hier in der Bundesrepublik Deutschland in einer finalen Form des Kapitalismus, dem Imperialismus. Im Kapitalismus gibt es zwei Klassen: Die Klasse der Arbeiter:innen (Proletariat) und die der Besitzenden (Bourgeoisie). Die Bourgeoisie besitzt Produktionsmittel, während das Proletariat kaum Eigentum hat und gezwungen ist, die eigene Arbeitskraft auf dem Markt zu verkaufen (Produktionsarbeit) Die herrschende Klasse (Bourgeoisie) beutet die Arbeiter:innen aus und macht gesellschaftlichen Reichtum zu ihrem Eigentum. So entsteht eine wachsende Schere zwischen armen und reichen Menschen.

Reichtum kann somit im Kapitalismus kaum durch harte Arbeit, Fleiß und Selbstdisziplin, sondern nur durch Eigentum und die Ausbeutung der Arbeitskraft anderer Menschen entstehen. Dieses Verhältnis von Eigentum und Ausbeutung wird durch den bürgerlichen Staat und seine Gesetze gesichert und auch mit Gewalt (beispielsweise durch Bullen) verteidigt.

Auch in der parlamentarischen Demokratie (Der Diktatur der Bourgeoisie) der BRD vertreten Politiker*innen verschiedenster Parteien zwangsläufig die Kapitalinteressen. Das Erscheinungsbild der Klassen hat sich mit den Jahren geändert und der moderne Kapitalismus sowie auch die Arbeiter:innenklasse haben ein neues und komplexeres Gesicht bekommen. Das ändert nichts an der ökonomischen Grundanalyse, zumal wir im Moment eine neoliberale Offensive erleben und extremen Widerstand gegen antikapitalistische Bewegungen. Arbeitnehmer:innenrechte werden eingeschränkt, viele Menschen sind in Zeitarbeit, leben in Armut oder sind davon bedroht. Gerade Migrant:innen werden im Billiglohnsektor massiv ausgebeutet und Sozialleistungen werden immer weiter gekürzt. Menschen die in der Gesellschaft als weiblich wahrgenommen werden sind im Kapitalismus durch das unbezahlte ausführen der Fürsorgearbeit (Reproduktionsarbeit) einem zweiten Ausbeutungsverhältnis ausgesetzt. Diese ist eine Grundlage für den Erhalt des Kapitalismus.

Den grundsätzlichen Klassengegensatz zwischen der Mehrheit der arbeitenden Gesellschaft und den herrschenden Kapitalisten kann man nicht wegreformieren. Es muss eine Revolution geben, um diesen zugunsten der unterdrückten Klasse aufzulösen.